#monstermässigeNaNoVorfreude – Woche 1: Prolog

Der Oktober ist da – und mit ihm die monstermäßige NaNo-Vorfreude.
Freust Du Dich schon?
(Eigentlich nicht so richtig? Durch nicht zu erklärende Umstände ist dieser Oktober viel schneller herangerollt, als Du gucken konntest. Du bist noch überhaupt nicht eingestimmt und überhaupt – schreiben? Wirklich? Einen ganzen Roman? In einem Monat?)
Keine Panik. Mit diesem Mindset bist Du bestens ausgestattet für den Start in Woche eins, unseren Prolog.

Der Prolog steht dem Anfang einer Geschichte voran. Oft ist er zeitlich und räumlich entkoppelt. Manchmal tauchen ganz andere Figuren auf als die späteren Helden der Geschichte. Worum genau es gehen wird, weiß man nach dem Prolog selten. Aber: Er ist atmosphärisch. Er stimmt Dich auf die Geschichte ein, macht Lust, die nächste Seite umzublättern und in die Erzählung einzutauchen. Er spricht auch ein Versprechen aus, darüber, welche Art von Geschichte Dich zwischen diesen beiden Buchdeckeln erwartet, worauf Du Dich einlassen darfst.

Genau das soll der monstermäßige NaNo-Vorfreude-Prolog leisten: Uns auf den Rest des Monats (und natürlich auf den Folgemonat November) einstimmen.

Mo, 02.10.: Völlig verrückt

Eigentlich hast Du gar keine Zeit, in diesem Jahr am NaNoWriMo teilzunehmen. Dein Terminkalender platzt aus allen Nähten. Wann sollst Du die Zeit finden, in den Lücken dazwischen 50.000 Wörter zu schreiben? Außerdem passt es überhaupt nicht in Deine Planung, gerade jetzt ein neues Projekt zu starten, oder die Rohfassung eines früher begonnenen Projekts weiter zu schreiben. Du steckst doch gerade mitten in einer Korrekturphase. Und wenn Du ehrlich bist: Der Stress. Der Druck. Wer braucht das? NaNoWriMo ist eine lustige Idee. Mehr nicht. Kein Mensch will sich das antun, Du schon gar nicht.
Sitzt auf Deiner rechten Schulter auch so ein Monster, das Dir solche Sätze zu fiept? 50.000 Wörter in 30 Tagen! Das ist völlig verrückt.
Vertrau sie uns an, die Argumente, mit denen Dein Schulter-Monster nicht nur einen Nerv trifft.

Di, 03.10.: Völlig klar

Joh. Nachdem Du Dich ausführlich mit der gestrigen Tagesaufgabe beschäftigt hast – kannst Du ja eigentlich Feierabend machen. Kein NaNoWriMo im November, keine Vorbereitungs-Challenge im Oktober. Die Argumente hast Du dargelegt. Wir alle haben das. Niemand wird uns einen Vorwurf machen, wenn wir in diesem Jahr nicht teilnehmen. Gönnen wir uns einen entspannten November und genießen die freie Zeit.
Nur irgendwie …
sind wir noch hier. Wir wollen nicht gehen, Du genauso wenig wie ich. Was verhindert, dass wir uns unseren eigenen Argumenten beugen und die Sache einfach sein lassen? Was ist es, das uns geradezu in diesen Schreibwahnsinn treibt?
Schau mal nach links. Da sitzt noch so ein Schulter-Monster. Seine Argumente sind weniger rational, dafür glänzt sein kleines Monsterauge so sehr vor Begeisterung, dass Du beim Hineinsehen spürst, wie sich der Glanz in Dir spiegelt. NaNoWriMo muss sein, das ist doch völlig klar. Verrate uns warum!

Mi, 04.10.: Genre & Emotionen

Welche Art von Geschichte wolltest Du schon immer schreiben? Vielleicht kennst Du bereits das Genre. Vielleicht gibt es für die Idee, die in Dir keimt, kein Genre. Unabhängig davon weißt Du vermutlich schon jetzt, welche Grundstimmung in Deiner Geschichte vorherrschen soll und dementsprechend, welche Emotionen Du beim Leser wecken willst. Diese Grundstimmung wird bereits auf der ersten Seite erzeugt. Ob im Prolog oder im ersten Kapitel, ganz zu Beginn wird dem Leser ein Versprechen gegeben: Wenn Du dieses Buch liest, bekommst Du eine gruselige/bunte/melancholische/verrückte/aufregende Welt gezeigt. Die Grundstimmung beeinflusst später auch das Cover, aber bevor jemand das passende Cover für Deine Geschichte gestalten kann, musst Du Dir über diese Dinge klar werden.
Verrate uns, welches Gefühl Du mit Deinem Roman verknüpfst.

Do, 05.10.: Setting

Das Setting Deiner Geschichte hängt stark mit den gestern aufgeworfenen Fragen zusammen: Dem Genre und den Emotionen, die Du wecken willst. Damit Du die Geschichte schreiben kannst, musst auch Du Dich in die richtige Stimmung versetzen. Wie klappt das besser, als sich die entsprechenden Schauplätze auszumalen? Spielt Deine Geschichte in dieser oder in einer anderen Welt? Welche besonderen Schauplätze hast Du schon jetzt im Kopf und möchtest Du gern einbauen? Wie kannst Du sie für Dich selbst noch spannender gestalten, so dass Du Tag für Tag dorthin zurückkehren willst, um Deinen Tageswordcount von 1.667 Wörtern zu schreiben?

Fr, 06.10.: Schreibaufgabe: Gedankenstrom

Du hast eine grobe Idee im Kopf, ein paar tolle Schauplätze und die Grundstimmung, die in Deiner Geschichte vorherrschen wird. Du hast richtig Lust, Dich dorthin zu begeben, Figuren in diese Welt zu werfen, sie zum Leben zu erwecken und vor Probleme zu stellen.
Aber Lust alleine reicht nicht, um den NaNoWriMo zu bestreiten. Es muss auch geschrieben werden, und das nicht wenig. Dein Terminkalender für November ist noch immer so voll wie zu Beginn der Woche und die Lücken dazwischen reichen niemals, um 1.667 Wörter am Tag zu schreiben.
Denkst Du.
Nimm Dir heute 25 Minuten Zeit – ein Pomodoro-Intervall – und beweise Dir das Gegenteil. Schreib einfach drauf los. Heute muss es noch nichts Zusammenhängendes sein. Es muss keinen Sinn machen. Du kannst einfach Deine Gedanken zu dieser Aufgabe, zu der ersten Vorbereitungs-Woche, zu einer Romanfigur, zu Deinem Terminkalender, egal zu was aufschreiben. Du darfst zwischen den Themen hin und her springen. Es gibt nur eine Regel: Mach in diesen 25 Minuten nichts anderes und mach keine Pausen. Wenn Du merkst, dass Deine Hand inne hält oder dass die Tasten unter Deinen Fingern nicht mehr klappern, schreib weiter!
Stell Dir einen Timer, um die 25 Minuten zu messen.
Kennst Du schon das Writeometer? Die App macht genau das: Sie zählt 25 Minuten hinunter und sperrt für diese Zeit das Display Deines Handys. Nach Ablauf der 25 Minuten kannst Du Deine erschriebene Wortzahl direkt eintragen und Dir eine kleine Belohnung zugestehen. Es gibt natürlich zahlreiche Methoden, 25 Minuten zu messen. Das Writeometer ist nur ein Vorschlag.
Wenn Du nicht alleine schreiben willst, rufe andere zu einem Word Sprint auf den Plan. Gegen Mit anderen zu schreiben, kann dabei helfen, bei der Sache zu bleiben und Dich nicht ablenken zu lassen.

Sa, 07.10.: Commitment Time

Heute wird es ernst. Wenn Du es noch nicht getan hast, registriere Dich auf der offiziellen NaNoWriMo-Seite und melde Deine Teilnahme am diesjährigen NaNoWriMo an. Dazu brauchst Du ein Profil und legst unter »My NaNoWriMo« → »My Novels« ein Projekt für diesen November an. Und damit ist es passiert. Du bist offiziell dabei. 50k in 30 Tagen.
Verrate uns doch Deinen NaNoWriMo-User, damit wir ein monstermäßiges Writing Buddy Netz knüpfen können.

Auf den Samstag folgt der Sonntag, und an dem hast Du frei, während ich auf monstermotivation.de die Aufgaben für Woche zwei vorstelle. Aber mach Dir keine Hoffnungen. Nachdem Du Dich nun darauf eingelassen hast, wird Dein Kopf nicht aufhören, die Romanidee in Deinem Kopf fortwährend weiter zu spinnen.

Ich freu mich auf Deine Beiträge!

Die Nion

3 thoughts on “#monstermässigeNaNoVorfreude – Woche 1: Prolog

  • Reply Malinche 1. Oktober 2017 at 22:59

    Coole Aktion! Da will ich auf jeden Fall mitmachen, um die NaNo-Vorfreude so richtig zu zelebrieren. Bin schon gespannt auf die ganzen Beiträge!

    • Reply Nion 3. Oktober 2017 at 12:00

      Schön, dass du dabei bist! Überhaupt toll, wie viele Beiträge auf den unterschiedlichen Plattformen erscheinen. Ich habe mich gestern ganz begeistert durch alles durchgeklickt und durchgelesen. Heute steigt die Begeisterung mit Sicherheit noch, wenn wir damit aufhören, die Gegenargumente aufzulisten und unser inneres NaNo-Monster freilassen.

  • Reply Nornengestöber – 08.10.2017 – Nornennetz 8. Oktober 2017 at 9:40

    […] Wörter in 30 Tagen zu schreiben, können wir alle aber schon vorher sammeln, denn die Macher von Monstermotivation haben sich dafür eine richtig tolle Begleitung durch den Oktober einfallen […]

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